British Soundscapes
Klassik
Veranstaltungsdaten
08.11.26 17:00
Die Sinfonia Baden spielt Werke britischer Komponist*innen
Als der deutsche Schriftsteller Oscar Schmitz 1904 seine These von England als «Land ohne Musik» in seinem gleichnamigen Essay veröffentlichte, setzte er damit die Meinung des kontinentalen Europas für eine lange Zeit fest: Die Insel bringt keine eigene Musik hervor, sie importiert sie nur vom Kontinent. Vergessen waren da die Künstler Dowland und Purcell, vielleicht einfach noch zu wenig bekannt die Komponisten Vaughan Williams und Holst, und der «Exportschlager» Britten war noch nicht geboren. Diese Tonsetzer sind uns heute wieder besser im Bewusstsein, dennoch klafft eine Lücke von fast 300 Jahren, über die wir aus unserer Perspektive kaum Kenntnis haben. Und das notabene über einen Kulturkreis, der heute über eine der höchsten Dichten an Berufsorchestern und Laienchören verfügt!
Mit ihrem Jahreszyklus 2026/27 «Britain’s got talent!» führt die Sinfonia Baden ihrem Publikum vor Ohren , welch grossartige Perlen der romantischen und frühmodernen Orchesterliteratur den Sprung über die Insel hinaus (noch) nicht ganz geschafft haben, welche aber durchaus hörens- und erlebenswert sind!
Im ersten Konzert der Saison mit dem Titel «British Soundscapes» präsentiert die Sinfonia Baden einen veritablen Querschnitt durch Englands Musiklandschaft: Mit Samuel Coleridge-Taylor eröffnet ein Komponist den Abend, welcher für die multikulturelle Seite eines weltumspannenden Grossbritanniens Pate stehen kann. Als Sohn einer Engländerin und eines Arztes aus Sierra Leone war er einer der ersten dunkelhäutigen Musiker, der sich durchsetzen konnte.
Ein Merkmal englischer Orchestermusik ist der Klang der Blechbläser. Ganz in dieser Tradition steht auch Vaughan Williams Tuba-Konzert, welches die Sinfonia Baden mit Markus Hauenstein, einem Solisten aus der Region, interpretieren darf.
Frederic Cowens kleine «Reverie» steht sinnbildlich für Englands Ausrichtung nach der kontinentalen Musik. Seine eigene, durchaus britische Tonsprache giesst der Tonsetzer in eine typisch deutsche Form, die sinfonische Dichtung.
Als Abschluss des Programms präsentiert die Sinfonia Baden die erste vollendete und aufgeführte Sinfonie einer Frau in England: Alice Mary Smith schrieb 1863 ihre Sinfonie in c-Moll und feierte damit grosse Erfolge. 1883 wurde sie als eine der ersten Frauen zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music gewählt!
Als der deutsche Schriftsteller Oscar Schmitz 1904 seine These von England als «Land ohne Musik» in seinem gleichnamigen Essay veröffentlichte, setzte er damit die Meinung des kontinentalen Europas für eine lange Zeit fest: Die Insel bringt keine eigene Musik hervor, sie importiert sie nur vom Kontinent. Vergessen waren da die Künstler Dowland und Purcell, vielleicht einfach noch zu wenig bekannt die Komponisten Vaughan Williams und Holst, und der «Exportschlager» Britten war noch nicht geboren. Diese Tonsetzer sind uns heute wieder besser im Bewusstsein, dennoch klafft eine Lücke von fast 300 Jahren, über die wir aus unserer Perspektive kaum Kenntnis haben. Und das notabene über einen Kulturkreis, der heute über eine der höchsten Dichten an Berufsorchestern und Laienchören verfügt!
Mit ihrem Jahreszyklus 2026/27 «Britain’s got talent!» führt die Sinfonia Baden ihrem Publikum vor Ohren , welch grossartige Perlen der romantischen und frühmodernen Orchesterliteratur den Sprung über die Insel hinaus (noch) nicht ganz geschafft haben, welche aber durchaus hörens- und erlebenswert sind!
Im ersten Konzert der Saison mit dem Titel «British Soundscapes» präsentiert die Sinfonia Baden einen veritablen Querschnitt durch Englands Musiklandschaft: Mit Samuel Coleridge-Taylor eröffnet ein Komponist den Abend, welcher für die multikulturelle Seite eines weltumspannenden Grossbritanniens Pate stehen kann. Als Sohn einer Engländerin und eines Arztes aus Sierra Leone war er einer der ersten dunkelhäutigen Musiker, der sich durchsetzen konnte.
Ein Merkmal englischer Orchestermusik ist der Klang der Blechbläser. Ganz in dieser Tradition steht auch Vaughan Williams Tuba-Konzert, welches die Sinfonia Baden mit Markus Hauenstein, einem Solisten aus der Region, interpretieren darf.
Frederic Cowens kleine «Reverie» steht sinnbildlich für Englands Ausrichtung nach der kontinentalen Musik. Seine eigene, durchaus britische Tonsprache giesst der Tonsetzer in eine typisch deutsche Form, die sinfonische Dichtung.
Als Abschluss des Programms präsentiert die Sinfonia Baden die erste vollendete und aufgeführte Sinfonie einer Frau in England: Alice Mary Smith schrieb 1863 ihre Sinfonie in c-Moll und feierte damit grosse Erfolge. 1883 wurde sie als eine der ersten Frauen zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music gewählt!